Schlagermelodien

Er starrt mich an. Dieser kleine, dunkle Fleck. Hämisch grinst er, fast wissend. Bedeutet mir, dass ich keine Rolle mehr spiele. Das ich ersetzt wurde. Und ich spüre diesen Schmerz. Den Schrei, der sich trocken meine Kehle hochwindet, aber nicht erklingt, da er von den Tränen erstickt wird. Oftmals sind es die kleinen Dinge, welche die größte Wirkung haben. Und tatsächlich, es ist nicht nur Phrasendrescherei.

Jeder geht mit den Eventualitäten des Lebens anders um, doch jeder Deut, jedes Puzzleteil, dass sich mehr und mehr zu einem Gebilde zusammenfügt ist wie ein Schlag ins Gesicht. Eine öffentliche Ohrfeige. Doch was habe ich eigentlich versucht mir vorzumachen? Vor meinem inneren Auge habe ich bereits das Szenario gesehen, doch etwas im Geiste zu sehen macht es nicht greifbar. Man hat die Gelegenheit es sich schön zu reden. Und so habe ich einfach gehofft. Jetzt, wo es wahr ist, brennt mein Herz. Ich sehe dich, erregt auf immer wechselnden Körpern. Dieser flammende Ausdruck in deinem Gesicht. Es tut einfach nur weh.

Und während ich auf dieser lieblosen Matratze liege und verzweifle, starrst du sicher auf deine geschlossenen Lider und folgst den funkelnden Sternen, welche unter dem dunklen Hautmantel schwirren. Wild. Lusterfüllt. Und umso mehr sich dieses Bild zeichnet lodert die Hoffnung. Ich hoffe, dass du an mich denkst, während eine andere dich verführt.

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