Einen Sommer lang

Wenn jeder an sich selbst denkt, ist an jeden gedacht. Doch geht es nicht eher darum, dass man sich wünscht eine größere Rolle in den Gedanken des anderen einzunehmen?

Man wagt einen Blick. Zeigt ein scheues Lächeln. Sucht das Gespräch. Berührt sich gewollt flüchtig. Magie erfüllt die Luft. Dann trennen sich die Wege und man wird von der Gewissheit verschlungen, dass dieser Mensch der Richtige war. Und so lebt man weiter. Fortwährend auf der Suche nach demselben perfekten Moment. Dem Hauch von Zauber in diesen tristen Tagen.

Ich hatte diesen Moment. Fühlte all das, wovon die Lieder über Liebe erzählen. Und ich möchte es zurück.

Jetzt.

Denn während ich diesen Wunsch in meinem Herzen trage, male ich diese Bilder in meinem Kopf. Mit all den bunten, mir zur Verfügung stehenden, Farben. Und mit jedem Pinselstrich, sehe ich dich wieder vor mir. Mit jedem Farbtupfer spüre ich erneut deine Berührungen und frage mich, ob du wohl an mich denkst, während eine andere dich verführt. Wenn die Farben ineinander übergehen sehe ich für einen Wimpernschlag was hätte sein können. Und nach jedem Absetzen stelle ich mir die Frage, ob es dir wohl genauso ergeht.

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