Sekt oder Selters

Der Lambrusco rinnt langsam meine Kehle hinab, während meine Fingerspitzen schon seit geraumer Zeit über die Tasten gleiten. Ganz gleich welche Worte ich finde, so wage ich es nicht sie hinaus in die Nacht zu senden. Du würdest es nicht verstehen. Aber ist es denn nicht offensichtlich?

Deine Welle der Wärme nahm mich mit sich. Jedes einzelne Wort von dir kommt mir entgegen, fängt mich auf und lässt meine kranke Seele gesunden. Und plötzlich erscheinst du mir so fremd. Es war nicht klar, wohin uns unsere Reise führen wird. Noch, ob sie je beginnt. Doch waren wir von Anfang an verwoben. Auf die ein oder andere Weise. Du bist für mich etwas Besonderes. Warst es seit der ersten Zeile. Und jetzt, irgendwo im Nirgendwo sind meine Gedanken erneut bei dir. Deine Arme boten mir Zuflucht im Dunkel der Einsamkeit. Du hast mich gehalten und für einen Moment schien es, als würdest du mich nie wieder gehen lassen. Helfen wolltest du mir. Mich wieder heil machen. You’re the one who knocks. Mein Herz hat geöffnet.

Manchmal braucht es nicht den Schlag zur Mitternacht, um alle Feuer zu zünden. Es reicht schon dein Lächeln. Oder ein Wort von dir. Wenn du mir den Rücken zudrehst, kehrt mir auch die Welt den ihren.

Die Flasche ist leer. Ebenso mein Kopf.

Ich weiß vielleicht nicht viel, jedoch eines mit Gewissheit. Ich möchte nicht besonders, sondern nur die Eine sein.

Advertisements