Wunderkind

Deine Jeansjacke liegt locker auf meinen Schultern. Der Geruch der letzten Jahre haftet nach wie vor an ihr. Ich rieche dich. Ich rieche mich. Uns. Sie ist alles was mir bleibt. Sie ist echt. Greifbar. Ein Teil dessen was vielleicht mal war.

Jetzt ist die Liebe fort. Und mit ihr die Magie. Und so trage ich diese Jacke, wie ein Zauberer seinen Mantel, um meine Kraft nicht zu verlieren.

Die Illusion fand jäh ein Ende. Seitdem verfalle ich schnell meiner Phantasie. Geleitet von einem Moment. Einem Wort. Einer Berührung. Sobald ich mich im Meer des Wohlgefallens wiederfinde, schenke ich mein vollstes Vertrauen. Eröffne mein strahlendstes Lächeln, denn die Welt dreht sich weiter, auch wenn ich nicht bereit dazu bin. Die erste Liebe kehrt nie mehr zurück. Denn du hast sie mir genommen. Ich habe Angst davor, dass ich die Verliebtheit nicht mehr erkenne. Den einen, der Freund ist, und mich zum Lachen bringt. Den einen, der Geliebter ist, und mein Herz zum Tanz auffordert mit jedem einzelnen Kuss. Den einen, der Held ist, und sich mit mir dem Abenteuer Leben stellt. Den einen, der bleibt.

Wer kann, der heilt sich selbst.

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