Mein böses Herz

Ich habe nicht nur dein Sperma geschluckt, sondern auch den ganzen Mist den du mich hast glauben lassen.

Denke ich an den Tag zurück an dem wir uns zum ersten Mal sahen, sehe ich immer noch diesen Jungen vor mir, der mit leerem Blick auf der Bank sitzt. Mitten unter einer Straßenlaterne. Die Lichter tänzeln auf deinem Gesicht, während mir die Musik im Ohr dröhnt. Es war eiskalter Winter. Oh, wie gerne hätte ich damals gewusst, was du gedacht hast. Bis heute weiß ich es nicht. Nach all den Jahren bist du mir in vielerlei Hinsicht immer noch ein Rätsel. In mir hielt sich hartnäckig der Gedanke, dass ich dich verstehe. Deine Berührungen und deine Worte straften dein handeln Lüge. Ich ließ mich darauf ein und fiel vom Himmel wie Ikarus. Du warst die Sonne. Ich der Inbegriff dieser tragischen Gestalt der griechischen Mythologie. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann sich alles verändert hat. Ich weiß nur, dass es so war. Dich zu lieben war für mich die schwerste, intensivste und schmerzhafteste Erfahrung die ich in meinem Leben je gemacht habe. Oftmals konnte ich es kaum noch aushalten.

Mit Löschpapier wäre all das nicht passiert.

Und obwohl sie so viele Probleme schafft suche ich nach ihr. Suche nach der Liebe. Gibt es sie überhaupt? Oder sind all die Zitate und Textzeilen einfach nur leere Phrasen?

Ich möchte Herzchen auf meiner Pinnwand. Musikstücke die uns verbinden. Betrunkene Anrufe mitten in der Nacht. Die liebevolle Geste, die mir beim Kotzen die Haare aus dem Gesicht streicht. Jeden Tag soll Valentinstag sein. Es soll rote Rosen regnen. Und mein Herz soll tanzen, wann immer ich die Liebe sehe.

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