Eine handvoll Paradies

Die kahlen Wände starren mich unaufhaltsam an. Unter ihren verhöhnenden Blicken schäle ich mich aus der Arbeitskluft und stelle mich unter die Dusche. Die angedachte Katzenwäsche entpuppt sich zu einer heißen Flucht. Doch jede Flucht nimmt einmal ein Ende. Ein Ende mit ungewissem Ausgang.

Und während Bonnie ihren Clyde hatte, sehe ich mein Telefonbuch durch. Nach langem überlegen wird mir klar, dass ich all den Namen genau so nahe stehe, wie ein Schneemann dem Kaminfeuer. Nie waren mir die Buchstaben von A bis Z so fremd wie jetzt.

Der kleine Bildschirm verdunkelt sich. Alles verschwimmt. Ich bin allein’ im Dunkel der Nacht. Nur eine Straßenlaterne leuchtet in mein Fenster. Schmutzig. Grell. Die Kälte im Raum nimmt zu. Ich ziehe mich zurück. Verstecke mich in meinem Kopf. Alles andere bleibt draußen. Hier zehre ich von den Umarmungen alter Liebschaften. Den Worten gebrochener Versprechen. Und einer Zeit, welche nie die meine war. Ich beginne zu vermissen. Etwas, dass ich nicht kenne. Ein Gefühl. Eine vage Vorstellung von dem, wie es sein kann. Meine Erinnerungen überfallen mich. Ich flüchte aus meiner eigenen Gedankenwelt und treffe auf den Albtraum der letzten Nacht. Einsamkeit.

Ich wünsche meinen Kopf an deine Schulter.

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