Fledermausland

Wann immer ich dein Lachen höre kommt mir für einen kurzen Moment der Gedanke, dass ich das Leben mehr liebe, als ich bis hierhin wusste.

Wir treffen uns. Nicht regelmäßig, aber ab und zu. Es läuft eigentlich immer gleich ab und dann wieder nicht. Ich komme zu dir. Anfangs ist da immer eine Art Hemmschwelle, welche es zu überwinden gilt. Die Oberflächlichkeit der Worte nimmt schnell ab und wir finden zu alter Tiefe zurück. Intensiv. Ganz anders wie früher. Ich genieße dann jede Sekunde mit dir. Auch den Morgen danach, wenn wir oftmals bis zum Nachmittag im Bett liegen, dann einfach rumalbern und reden. Ich interessiere mich ernsthaft für dich. Umgebe mich mit deinen Interessen. Nicht um dir zu gefallen. Nein. Es ist mir einfach ein Bedürfnis dir zu zeigen, dass es mir nicht egal ist, womit du dein Leben schöner machst. Doch oft kommt es vor, dass ich gar nicht weiß, was ich antworten soll, weil ich mich in dir verliere. Uns trennen mehrere hundert Kilometer. Auch hast du wenig Zeit. Deswegen sehen wir uns selten. Es ist schwierig etwas aufzubauen. Vergangenes auszuräumen und neue Nähe zu schaffen. Jedoch nicht unmöglich. Warum? Weil ich für dich mehr empfinde, als es für solch eine Geschichte nötig ist. Das ich unwillkürlich grinsen muss, wenn dein Name auf meinem Handydisplay erscheint und das ich noch so viel mehr mit dir erleben will. Und weil ich dich vermisse.

Ich habe den Kopf in den Wolken und um mich herum ist alles grau. Dumpf und blind. Wie in Watte gepackt. Du bist dann mein Licht. Die Anziehungskraft. Der Motor dieses innigen Bandes.

Weil ich nur mit dir richtig lachen kann.

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