Landebahn verfehlt

“Es tut mir leid, dich damit alleine zurückzulassen.”
“Das muss es nicht. Du warst eh nie da.”

Es ist an der Zeit, die Stille mit Worten zu füllen.

Richtig oder falsch. Gut oder schlecht. Nicht immer geht es nur in eine Richtung. Es kommt der Moment im Leben, da muss man abbiegen, auch wenn es keine Kreuzzung gibt.

Wir haben nie einen Anfang gefunden. Und nie ein Ende. Wann immer ich dir meine Hand reichte, hast du mich zum Tanz aufgefordert. Doch wo andere im Einklang über das Parkett schwebten, strauchelten wir über Glas. Jede Scherbe ein Hindernis. Denn jede von ihnen trug ihren Namen. Ihre Spitzen stachen mir ins Fleisch. Jede Eigenschaft die mir fehlte zerriss die Haut von Neuem. Das Pochen des Schmerzes ward zu meiner Melodie. Von nun an tanzte ich diesen Tanz alleine. Die tief geschlagenen Narben ersetzten das Kleid. Die Tränen die Farbe im Gesicht. Auf meinem Kopf die Krone der Demütigung.

Bis heute hat die Musik nicht aufgehört zu spielen.

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