Erdbeerschopf

Kirschrote Lippen. Das Haar dunkel. Etwas zerzaust. Blaue Augen, welche den Weitblick verloren haben. Ein trüber Schleier nimmt ihnen die Sicht. Jetzt. Hier. Die rosa Spitze schmiegt sich an die Haut. Die Frau im Spiegel; ein verruchter Anblick. In meinem Kopf werden Stimmen von früher laut, als ich noch Kind war. Sie fragen: “Na, wer bist denn du?” Die Antwort bleibe ich bis heute schuldig.

Der Träger rutscht. Mein Herz ebenso. Ich spüre wie es schlägt. Ein Lächeln. Schmal. Kaum sichtbar. Ich beiße mir auf die Unterlippe. Ich finde mich auf dem Rücken wieder. Den Kopf im Nacken. Und wo sonst dein Kopf zwischen meinen Schenkeln war, ruht heute meine kalte Hand. Jede ihrer Berührungen erzählt vom scheitern. Dem schönen scheitern mit dir. Ein Zucken durchfährt mich. Bittersüß, wie der Kuchen, den deine Mutter uns immer machte. Meine vom inneren Feuerwerk geöffneten Augen blicken hoch zur Zimmerdecke. Dort, wo wir hängen. Ein Himmel voller Erinnerungen.

Ich habe eine Antwort.

Ich wäre gerne dein Herzmensch.

Süchtig nach der Möglichkeit.

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