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Deine Kutte ruht auf meinen Schultern. Der Whiskey in meiner Hand wird warm. Ich bin umgeben von Bildern von dir. Sitze zwischen all diesen Erinnerungen, während du über den Bildschirm läufst. Immer. Und immer wieder. Dein Lächeln. In Dauerschleife. Die blaue Farbe benetzt meinen Körper mit jedem deiner Worte. Brennt sie in die Haut. Sie verschwimmen. Der Stift fällt mir aus der Hand. Mir wird schlecht. Ein Knäuel von sich überschlagenden Gedanken entlässt meinen Mund und ergießt sich über diesem Wust Vergangenheit. Ein Schrei der Verzweiflung. Die Wut einer Trauernden.

Vielleicht waren wir auf einem Auge blind. Und auf beiden Ohren taub. Doch haben wir uns stets in der bauchwärmenden Art des anderen gewogen. Wissend, dass es wärmt, aber nicht satt macht. Wir waren einander der Gin des Lebens. Bitter, aber mit dem süßen Nachgeschmack des Wohlgefallens. Mir hat es gereicht, dass du im öffnen von Pizzakartons geschickter warst, als beim öffen des BH-Verschluss’. Wir waren einander wie die Motte und das Licht. Doch verbrannt bist du.

Du wirst mir fehlen. Du und deine ganz eigene Melodie.

Mein Bonustrack.

Spiel’ für mich, wenn wir uns eines Tages wiedersehen.

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