Schlafallergikerin

Mir fehlen die Worte. Deine. Mobiltelefone. Ein Fluch. Das denke ich jedes verdammte Mal, wenn ich auf den schwarzen, kleinen Bildschirm starre und micht regelrecht dazu zwingen muss keinen Blick zu riskieren. Denn meinem Inneren gleich, erwartet mich dort bloß Leere.

Ich erinnere mich zurück. Die Nächte haben wir zum Tag gemacht. Die Zeit angehalten, wenn sie uns über den Weg lief und die Köpfe in den Wolken gehabt. Haben mit Worten ganze Bilder gezeichnet. Uns mit den Fingerkuppen Versprechen auf die Haut gezeichnet. Gemeinsam haben wir die Geschenke der Gegenwart verzehrt und hatten einander nicht satt. Haben nie nach dem Warum gefragt. Der Vernunft den Laufpass gegeben. Und beim ersten spürbaren Frost keine Kälte gekannt, weil unsere Herzen brannten. Füreinander. Schonunglos. Wir haben alles gewollt. Nun drohen die Flammen zu ersticken.

Sprachlos. Nüchtern. Lieblos. Es scheint als wiegen wir uns in der Selbstverständlichkeit des anderen. Als würden sich unsere Hände nicht mehr denselben Platz teilen. Die Herzen nicht mehr im Takt tanzen. Alles verkommt zu einem Hintergrundrauschen bis die neue Zukunftsmelodie einsetzt. Verfasser unbekannt.

Wie Steine, schlage ich die Erinnerungen aneinander, um erneut das Feuer zu entfachen.

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