Facehugger

Ich suche nicht nach dir. Nicht mehr. Und doch. Ich finde dich. Überall.

Mal hier. Mal dort. Zwischen meinen Lippen, wenn sich der Geschmack der Tschick entfaltet. Unter meinem Fuß, wenn sich auch in der letzten Ecke noch eine Tannennadel vom gemeinsamen Weihnachten zeigt. Im Supermarkt, kurz vor der Fleischtheke, wenn mich das Faschierte anschaut. Abends, wenn mich der Wookie in den Schlaf raunzt. Beim Blick in den Spiegel, wenn sich der Anhänger um meinen Hals wieder einen unerbittlichen Kampf mit den anderen Ketten geliefert hat und ich ihn befreien muss. Dann, wenn der Bass ertönt und meine Hüften schutzlos sind. In meiner Art mich auszudrücken. Nach dem Duschen, wenn ich in meiner Unterwäscheschublade wühle. Während der Käptn und ich langsam Freunde werden. In den Weiten des Internets.

Doch vor allem dann. Wenn ich nicht damit rechne.

Was bleibt? Das Gefühl von Leere. Als hättest du dich noch vor dem Morgengrauen aufgemacht, um mitten im Leben zu verschwinden, welches dort draußen stattfindet.

Und wenn ich mich dann endlich auf dem Boden der Tatsachen wiederfinde, meldest du dich. Unerwartet. Und ziehst mir diesen Boden erneut unter den Füßen weg. Ich fliege einmal mehr in das Vermissen und mache Rast auf den Wolken der Sehnsucht. Sie sind so weich. Wie deine Lippen. Wenn sie auf die meinen trafen. Mit jedem Kuss kostete ich Zukunft. Eine Zukunft mit dir. Der Geschmack von Leichtigkeit. Selbst jetzt noch.

Warum?, will ich dich fragen.

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