Bussi Baby

‚Es sind diese kurzen Momente zu Beginn eines langen Tages zwischen Tür und Angel, die ich vermisse. Die, die nachwirkend schön waren.‘ – Groschenphilosophin

Noch ehe der Wecker schrill ertönt, liege ich wach danieder. Erwartungsvoll drehe ich mich um. Nichts. Keine feste Umarmung. Kein Kuss in den Nacken. Kein sanftes Raunzen. Statt dem Weckton, durchdringt mein Schluchzen die allmorgendliche Stille.

Ich erinnere mich an dich. An uns. Unser Ritual am Morgen. Du hattest schon die Hand auf der Klinke, doch du kamst nochmal zurück. Zurück zu mir. Mein Herz folgte deinem schneller werdenden Schritt. Ein kurzer Kuss. Einer noch. Anhaltend. Intensiv. Die Zeit drängt. Es kümmert uns nicht. Nicht jetzt. Nicht hier. Wir genießen den Moment. Genießen uns. Wie Kinder, die noch aufbleiben wollen, feilschen wir um jede Sekunde.

Der Wecker klingelt.

Ich decke mich zu mit den Bildern in meinem Kopf. Der Tag muss heute warten.

Erinnerungen.

Alles was bleibt.

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