Merry Grinchmas

In den Straßen leuchten die Lichter. Alles funkelt. Und glitzert. In meinen Augen glitzern lediglich die Tränen.

Meine Füße tragen mich durch den Schnee. Der Geruch von Tannengrün und gebrannten Mandeln steigt mir in die Nase. Und der erste Glühwein zu Kopf. Ich genieße. Ich lache. Ich bin glücklich. Doch ich teile gerne. Bäm. Da ist sie. Die Sehnsucht. Sie zeigt sich immer dann, wenn ich mich gar nicht auf dem Weg zu ihr befinde. Dann will ich dir schreiben. Dich anrufen. Dir eine Grimasse zeigen. Ich sehe, dass du online bist und alles in mir brennt. Nicht vom Glühwein. Von einem Gefühlscocktail der übelsten Sorte. Kummer. Eifersucht. Angst. Neid. Wut. Kummer über das Schweigen zwischen uns. Eifersucht auf deine Unbeschwertheit. Angst, dass du mich vergisst. Neid gegenüber deiner Aufmerksamkeit, welche nicht mir gilt. Wut auf meine anhaltende Liebe.

Weihnachten also. Das Fest der Liebe. Und der Familie. Doch was ist mit den Heimatlosen wie mir? Mit all den verlorenen Seelen, die trotz der vielen bunten Haltestellen im Leben, immer wieder mit schwerem Herzen an der Endstation Sehnsucht landen.

Zuhause ist, wo das Herz schlägt.

Es schlägt bei dir.

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